Tagesordnung
Warum Wählergemeinschaft?
Kein Durchregieren von oben nach unten. Die LWG geht Lösungen nur nach dem Machbaren, Notwendigen und Sinnvollen an. Parteilinien und bürgerferne Vorgaben aus Parteitagen gibt es bei uns nicht.
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Gedanken zum Jahresanfang
Wunschzettel für 2012:
1. Ganz profan und einfallslos: Mehr eigenes Geld für den Stadthaushalt;
2. ganz obenan: Effektive und fest vereinbarte Kooperation von OFS und TV Kappeln;
3. ganz illusorisch: Ende der Koalitionsbildung in der Stadtvertretung;
4. ganz träumerisch: Gewerbeansiedlung in Kappeln;
5. ganz hoffnungsvoll: Stadt- und hafengerechte Entwicklung des Gebietes um den
Südhafen;
6. ganz erwartungsvoll: Entwicklung der „Ellenberger Terrassen“;
7. ganz vertrauensselig: Positive Ergebnisse der jüngsten Schulreform;
8. ganz weltfremd: Genug Parkplätze in Kappeln.
Viele der oben genannten Wünsche sind nur erfüllbar durch eigenes Handeln, also keine Geschenke. Also an die Arbeit:
Zu 1.: Wenige und nur geringe Chancen! Die Lösung läge vielleicht in einer großräumigen
Gebiets- und Verwaltungsreform.
Zu 2.: Hier sind ausreichend guter Wille und Zurückhaltung der Politik und deren
unkundige Einflüsterungen der Weg zur Lösung.
Zu 3.: Das ist in der Tat illusorisch bei der jetzigen Zusammensetzung. Ein
aufeinander Zugehen und Objektivität wären die Schlüssel.
Zu 4.: So könnte ein Traum Wirklichkeit werden: Das einen Standort suchende
Lottounternehmen FABER siedelt sich in Kappeln auf dem ehemaligen Sportplatz
in Kopperby an.
Zu 5.: Nach dem Stand der Dinge ist diese Hoffnung durchaus realistisch.
Zu 6.: Wir warten noch auf ein vernünftiges Konzept und den zügigen Abschluss des
Durchführungsvertrages zum Bebauungsplan.
Zu 7.: Bei allgemein sinkenden Schülerzahlen vertrauen wir für Kappeln und Umland auf
eine gegenläufige Entwicklung, die einen zusätzlichen Schulneubau rechtfertigt.
Zu 8.: Wirklich völlig weltfremd!
Es ist nur ein ausgewählter Weihnachtswunschzettel, aber er offenbart auch für unsere kleine Hafenstadt Entwicklungschancen und –räume, denen ständige Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Neben diesen „großen“ Wünschen ist die Kleinarbeit zu leisten, die die „kleinen“ Sorgen und Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner erfasst. Wir sind angetreten, diese Arbeit uneigennützig und bedarfsgerecht zu erledigen. Und trotzdem haben wir Wünsche!
Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest.
Ihre LWG
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Einwohnerversammlung 2011
Offensichtlich entgegen den Erwartungen des veranstaltenden Bürgervorstehers Jürgen Seemann strömten viele Besucher zur diesjährigen Einwohnerversammlung. Der Saal war schnell überfüllt. Es überraschte und war unverständlich, dass weder eine Mikrofonanlage noch ein funktionierendes Bildsystem angeboten wurden. Bei dem überfüllten Saal im Hotel „Stadt Kappeln“, das über alle Technik verfügt und anbietet, hatten die Gäste im hinteren Bereich besonders darunter zu leiden. Sie bekamen zeitweise gar nichts mit. Ein Besucher bemerkte völlig richtig: „Es war sicher wichtig, Herr Bürgervorsteher, was Sie gesagt haben. Nur, ich habe kein Wort verstanden“. Die Vorstellung der Pläne für die Entwicklung der ehemaligen Marinewaffenschule war ohne großflächige Bilder natürlich völlig unzulänglich, auch wenn sich der vortragende Projektentwickler der Norddeutschen Grundvermögen alle Mühe gab. Bilder bedurfte es jedoch nicht für seine Zusage, das Schwimmbad möglichst ohne Unterbrechung zu erhalten und den Betrieb mit der alten Mannschaft fortzuführen. Die anwesenden Bediensteten und Fördervereinsmitglieder hörten diese Zusage mit sichtlicher Erleichterung, sind die Arbeitsverhältnisse doch inzwischen alle von der Conè Group zum 1. 1. 12 gekündigt worden.
Der extrem gute Besuch der diesjährigen Einwohnerversammlung machte deutlich, dass es die Einwohnerschaft entgegen der Ansicht mancher Politiker doch sehr interessiert, was in ihrer Heimatstadt an wichtigen Dingen passiert. Er unterstreicht aber auch die Notwendigkeit, die Einwohner frühzeitig, d. h. vor einer Entscheidung, über anstehende Planungen und Maßnahmen zu unterrichten. Das hätte im Falle der MWS sehr gut mit der Information über die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchung geschehen können. Wenn die Mehrheit es gewollt hätte! Und vergessen wir nicht: Vor gar nicht langer Zeit hatte der Bürgervorsteher Jürgen Seemann versucht, über eine Änderung der Hauptsatzung die Einwohnerversammlung quasi „abzuschaffen“. Damit, vor allem mit der Begründung „es gäbe keine Themen“ lief er zum Glück bei allen Fraktionen auf. Die geltende Hauptsatzung regelt in § 10 sehr genau Organisation und Struktur der mindestens einmal im Jahre vom Bürgervorsteher durchzuführenden Versammlung.
Der Ablauf der Einwohnerversammlung bestimmte sich nach der Tagesordnung mit den Punkten „aktueller Stand Port Olpenitz, Entwicklung ehem. MWS und Haushaltssituation 2012“. Der Insolvenzverwalter für das Vorhaben „Port Olpenitz“ berichtete ausführlich über den Stand der Dinge und seine Erwartungen über den künftigen Verlauf. Die Suche nach Investoren, auch für eine sog. „modulare“ Fortführung soll hoffentlich bald zu konkreten Ergebnissen führen. Bis dahin werden Sicherungsmaßnahmen und kleine Ergänzungen am derzeitigen Bestand getroffen. Er sähe die Chance, dass zumindest die ersten beiden Bauabschnitte aufgrund ihrer räumlichen Zuordnung im Norden des Projektes bald realisiert werden können. Fragen aus dem Auditorium beantwortete er inhaltsreich und bemüht. Die Vorstellung des Projektes „Entwicklung des Geländes der ehemaligenMarinewaffenschule Ellenberg“ nahm einen weitaus größeren Raum ein. Der Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft Norddeutsche Grundvermögen bemühte sich, das vorläufige Konzept seines Unternehmens auch ohne Pläne und Mikrofon darzustellen. Zur Fortführung des Schwimmbades (s. o.), einem Hafen , der Ausweisung eines Sport/Gesundheitsbereiches mit Hotel, der Bebauung mit Wohn- und Ferienhäusern und den Möglichkeiten einer Nahversorgung nahm er ausführlich Stellung. Er ging auf die mit der Stadt abzustimmende Bauleitplanung und dem begleitenden Vertragswerk ein. Er versicherte, dass es Norddeutschen Grundvermögen und dem Investor Atlantic Maritime GmbH wichtig wäre, in Ellenberg einen homogenen und trotzdem besonderen Stadtteil mit besonderen Angeboten zu schaffen. Aus der Zuhörerschaft kamen viele interessierte Fragen. Kritische und zweifelnde Stellungnahmen blieben aus. Abschließend ging der Bürgervorsteher auf die zu erwartende Haushaltssituation 2012 ein. Der zu erwartende Fehlbedarf von 2,6 Mio. € macht deutlich, dass nicht einmal „kleine Sprünge“ im Finanzgeschehen unserer Stadt möglich sind.
Zusammenfassend ist die Einwohnerversammlung als gelungen zu bewerten, was die Beteiligung der Einwohner und die Tagesordnung anging. Sie war organisatorisch schlecht vorbereitet (keine Mikrofonanlage, kein Projektor), so dass zahlreiche Wortmeldungen und Erläuterungen unverstanden blieben. Das sollte in 2012 mit der zur Verfügung stehenden Technik vermieden werden können! Zahlreiche Besucher verließen vorzeitig die Veranstaltung.
Kappeln, 30. 11. 11
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"Schlei-Bote" v. 13. 12. 2011
Zu den o. a. Peinlichkeiten gesellen sich weitere Geschehnisse, die eine schlechte Außendarstellung unserer Stadt dokumentieren:
Das spektakuläre politische und wirtschaftliche Debakel um das sog. Großprojekt "Port Olpenitz "und der Umgang mit der Insolvenzentwicklung. Achselzuckend geht die Mehrheit aus CDU und SPD (2007 besaß die CDU die absolute Mehrheit) zur Tagesordnung über.
Gleichermaßen peinlich und wirtschaftlich schädlich für die Stadt Kappeln ist die Ausbootung des Touristikvereines Kappeln aus allen Kompetenzen. Der letzte Schritt ist an Peinlichkeit nicht zu übertreffen: Das Verbot der Auslegung des Gästeverzeichnisses des Vereins im Touristzentrum Mühle.Sehenden Auges vergibt sich die Stadt damit die Chancen, ein umfassendes und informatives Unterkunftsangebot vorzuhalten. Und fraglich ist, in welchem Umfang und welcher Qualität künftig die Gästebetreuung vor Ort wahrgenommen wird.
Hoffentlich bleiben uns ab 2012 weitere Peinlichkeiten erspart!
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LKN-Genehmigung zur Beseitigung der Sandfangmole in der Kritik
Die gut besuchte Informationsveranstaltung der LWG zu den Themen „Küstenschutz und Weidefelder Strand“ machte deutlich, dass insbesondere wegen der Entfernung der südlichen Sandfangmole am Port Olpenitz nachteilige Veränderungen am Strand und am Küstenschutz in der Molenecke zu erwarten sind. Die anwesenden Experten Dr. Kai Ahrendt, Büro für Umwelt und Küstenschutz, Kiel, und Dr. Peter Fröhle, Uni Rostock (Gutachter für Port Olpenitz GmbH) bemühten sich, die interessierten Besucherinnen und Besucher über die Entwicklung des Strandes nach Beseitigung der Sandfangmole zu informieren. Am Ende wurde allen klar, dass der nördliche Dünenteil des Weidefelder Strandes bis hin zur Hafenmole bei künftigen Oststürmen stark gefährdet ist. Wenn Dr. Fröhle auch ein Zurückweichen der Strandlinie bis zu 40 m für vertretbar hält, so geht er vom heutigen Zustand aus, also nach Entfernung der Mole. Und was heißt vertretbar? Eine Schmälerung des Strandes bringt die Dünen in unmittelbare Abbruchgefahr. Schon heute ist festzustellen, dass starke Abbrüche nach den (nur) zwei Winterstürmen stattgefunden haben. Ohne Wellenbrecher werden künftige Stürme die Dünen letztendlich unwiederbringlich zerstören, auch wenn Herbert Harm vollmundig Ersatz für abgetragenen Strand ankündigte. Dünen kann auch die Port Olpenitz GmbH nicht aus dem Hut zaubern.
Die Beseitigung der südlichen Sandfangmole wurde von der Eigentümerin, der Port Olpenitz GmbH, beantragt und vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) genehmigt. Formal also augenscheinlich alles o. k., aber inhaltlich? Der LKN-Genehmigung lag u. a. das Uni-Gutachten von Dr. Fröhle zugrunde, aber auch die gegenteilige Auffassung von Dr. Ahrendt war dort bekannt, ebenso mit naturschutzbedenklichen Hinweisen dem LLUR, nachdem die Stadt Kappeln offensichtlich sehr verspätet beteiligt worden war. Als besondere Auflage ist ein Monotoring angeordnet, dass jährlich die evtl. Veränderung der Küstenlinie feststellen soll. Nach unseren Informationen hat eine kürzliche Kontrollbegehung des LKN mit der Stadt Kappeln ergeben, dass auf jeden Fall in der Molenecke die festgelegte „Reaktionslinie“ (40 m) bereits erreicht wäre und die Küstenlinie sich im übrigen Bereich angenähert hätte. Also hat auf jeden Fall innerhalb eines Jahres bereits ein erheblicher Sand- und Dünenabtrag (s. Fotos an anderer Stelle) stattgefunden. Das LKN hätte aber befunden, dass Maßnahmen noch nicht erforderlich seien. Wenn wir diesen normalen Ablauf auch für die nächsten fünf Jahre zugrunde legen, dann gäbe es 2016 am Weidefelder Strand keine Dünen mehr!
Interessant ist die Betrachtung der Angelegenheit aus dem Blickwinkel des Bebauungsplanes Nr. 65 „Port Olpenitz“. Im „Landschaftsplanerischen Fachbeitrag zum B-Plan Nr. 65" ist die Strandfläche M 2 nach dem Stand vom 25. 9. 2009 (!) in der Ausdehnung Hafenmole bis südlicher Maschendrahtzaungrenze als „Küstendüne“ ausgewiesen. Das ist der Dünenbereich, der unmittelbar hinter der damals noch vorhandenen Sandfangmole (Wellenbrecher) lag. In der Begründung zum B-Plan Nr. 65 wird ausdrücklich und zwingend festgelegt, dass diese Küstendüne M 2 zu „sichern und zu pflegen“ ist! Hierzu ist das Gebiet landschaftsraumtypisch auszuzäunen, und im Abstand von 75 m sind insgesamt drei Bohlenübergänge einzurichten (wie auf Sylt). Damit wurde die Küstendüne unter den besonderen landschaftspflegerischen Schutz (Betretungsverbot, Erhaltungs-, Sicherungs- und pflegegebot) gestellt. Wie verträgt sich das mit der Genehmigung zur Beseitigung der schützenden Sandfangmole (Wellenbrecher), die erst die Entwicklung dieser gut bepflanzten Dünen ermöglicht hat? Es stellt sich die Frage, welche Interessenlage bei der Genehmigungserteilung Vorrang hatte und ob dem Schutzverlangen für die Küstendüne hinreichend Rechnung getragen wurde.
Wir werden das LKN und das LLUR fragen, ob sie aus heutiger Betrachtung ihre Genehmigung zur Beseitigung der Sandfangmole und damit des schützenden Wellenbrechers für sachlich gerechtfertigt halten. Wir werden fragen, ob sie ihre Genehmigung im Einklang mit den Festsetzungen des B-Planes Nr. 65, an dessen Zustandekommen sie wesentlich beteiligt waren, auch heute noch sehen. Wir werden fragen, welche Bedeutung die Reaktionslinie hat, wenn sie schon heute erreicht ist und eine Überschreitung nach dem gesunden Menschenverstand spätestens nach den nächsten normalen Oststürmen zu erwarten ist. Und wir werden fragen, welche in der Genehmigung angedeuteten Ersatzmaßnahmen dann verlangt werden.
Die Genehmigung zur Beseitigung der Sandfangmole hätte nie erteilt werden dürfen!! Hat diese Genehmigung etwas mit der Erklärung des Ministerpräsidenten zu tun: „Port Olpenitz ist ab sofort Chefsache“?
Interessant waren auch die Informationen über die Entwicklung des Weidefelder Strandes bis nach Schönhagen. Auch diese wird offensichtlich durch den Abtrag der Sandfangmole beeinflusst. Beide Gutachter sagten aus, dass Veränderungen an der Küstenlinie durch Bauten und andere Eingriffe immer Reaktionen durch das anströmende Wasser auslösen würden, u. a. Strömungsmengen und –richtungen der Sedimenttransporte. Dr. Kai Ahrendt betonte, dass sich diese Auswirkungen im nahen Unterwasserbereich entlang der Küste abspielten. Das Augenmerk wäre also entlang der Küstenlinie auf diesen Bereich zu richten. Auch unter dem Aspekt des Küstenschutzes spielt die Entwicklung von Strandflächen, also auch der Weiderfelder Strand, eine besondere Rolle. Küstenschutz dürfe nicht losgelöst von vorgelagerten Stränden gesehen werden. In diesem Zusammenhang wurde auf die Klimaforschung eingegangen, die in diesem Jahrhundert sicher noch einige Überraschungen parat hat.
Die Diskussion machte deutlich, welchen Stellenwert der Weidefelder Strand für die Stadt Kappeln hat. Touristische, wirtschaftliche und landschaftspflegerische Interessen begegnen sich hier und müssen gleichberechtigt neben- und miteinander zum Wohle der Stadt und ihrer Gäste umgesetzt werden. Dies gilt um so mehr, als die Verhältnisse vor Inkrafttreten des Bebauungsplanes Nr. 65 „Port Olpenitz“ intakt waren. Der Weidefelder Strand ist einer der wenigen naturbelassenen Strände an der Ostsee und wird hervorragend durch den derzeitigen Pächter, Theo Kalmar, bewirtschaftet. Auch dieser Gewerbebetrieb hat den gleichen Anspruch auf Förderung und Rücksichtnahme wie das Mammutprojekt in der Nachbarschaft! Der Weidefelder Strand und seine Bewirtschaftung haben in den vergangenen 16 Jahren ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt und dürfen durch nachbarschaftliche Entwicklungen, egal welcher Größenordnung, nicht gefährdet werden! Dafür erhob Theo Kalmar auf der Informationsveranstaltung zu Recht die Stimme. Die Ausführungen von Herrn Herbert Harm in seine Richtung waren wenig hilfreich und vermittelten nicht den Eindruck, dass hier eine gedeihliche Nachbarschaft entstanden ist und sich entwickeln wird.
S. auch nachstehenden Bericht und Fotos "Nach dem Sturm in Weidefeld"
Kappeln, 7. 5. 11
Sachstand am 13. 5. 2011: Das LKN, das Ministerium und Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume wurden angeschrieben. Der o.. a. Sachverhalt wurde dargelegt mit der Erwartung, dass vor weiteren negativen Veränderungen am Weidefelder Strand und der Küstendüne angemessene Verhindergungsmaßnahmen verfügt werden.
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Nach dem Sturm (November/Dezember 2010) in Weidefeld
Den ersten Sturm (NO!) NACH der Beseitigung der südlichen Sandfangmole am Hafen Port Olpenitz/Weidefelder Strand haben wir hinter uns. Die Konturen des Strandes haben sich stark verändert, was nicht anders zu erwarten war. Einen Eindruck vermögen vielleicht die folgenden Fotos vermitteln:
und
Heute ist das Wasser stark abgelaufen, und der Strand präsentiert sich im nördlichen Bereich zum Hafen hin fast ohne seewärtiges Gefälle. Damit besteht die Gefahr, dass das nächste Hochwasser, vor allem aus SO, wieder bis an den sensiblen Dünenrand brandet. Was die Brandung bewirkt, zeigen die Bilder. Die Uferlinie hier hat sich ebenfalls verändert. Es stellt sich angesichts dieser Eindrücke die Frage, ob diese Einwirkungen MIT der bisherigen Sandfangmole, die immerhin eine Ausdehnung von 200 m parallel zum Strand hatte, zu beobachten gewesen wären. Das für das Frühjahr 2011 verordnete Monitoring durch das Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten und die Stadt Kappeln wird mit großem Interesse erwartet.
Kappeln, 3. 12. 10
Das war der Zustand des nördlichen Strandes bei Port Olpenitz am 3. Dezember 2010 nach dem Sturm. Und der heutige Zustand? Auf keinen Fall besser, eher schlimmer. Das wurde auch durch Einwohnerberichte auf der Hauptausschusssitzung am 24. 1. 2011 deutlich. Zur Erinnerung: Vor der entsprechenden Küstenlinie ist die parallel verlaufende, 200 m lange Sandfangmole beseitigt worden. Die Bilder nach dem Wintersturm sprechen für sich! Der Wellenschlag konnte ungehindert auf den flachen Strand und gegen die unter Schutz stehende Dünenkante wirken.
Widersprochen werden muss dem Ausschussvorsitzenden H. Trauzettel, der den Sturm als "außerordentlich und direkt aus Ost" bewertete. Es handelte sich um einen ganz üblichen Wintersturm, und er kam aus Nord-Ost- Richtung! Der Hochwasserstand war 110 cm über NN, also auch nicht ungewöhnlich. Ein normaler Sturm gleicher Stärke aus OST oder gar Südost hätte weitaus größere Schäden verursacht. Das lässt sich exakt am Zustand des Hauptstrandes vor dem "Lobster" festmachen. Hier ist die Strandfläche breiter geworden, wenn auch stark verformt.
Und warum sind die Bilder und Kommentare immer noch auf der Homepage? Zum einen stehen die Frühjahrsstürme noch ins Haus, und zum anderen wollen wir sicherstellen, dass die aufschlussreichen Bilddokumente nicht verschwinden, bevor das verordnete "Monotoring" nachvollziehbare Ergebnisse bringt. Hoffentlich ist bis dahin "das Kind nicht in den Brunnen gefallen", und die Schäden sind dann noch reparabel (technisch und finanziell).
Kappeln, 29. 1. 11
Sachstand am 23. 8. 11: Leider wurden die Ergebnisse des im Mai durchgeführten Monotorings nicht zugänglich gemacht. Es bleibt also abzuwarten, ob im kommenden Herbst/Winter weitere Stürme den Strand, den Uferbewuchs und die Dünen beschädigen. Wir werden das im Auge behalten.
Sachstand am 23. 10. 2011 : Nach "milden", spätsommerlichen Starkwinden aus Ost und Südost sind weitere Schäden am Weidefelder Strand zu verzeichnen. Die Strandlinie (sog. Reaktionslinie) hat sich ca. 4 m in das Landinnerere unwiederbringlich verschoben. Bei normalem Hochwasser erreichte das Wasser die dortige Dünenabbruchkante, so dass ein Strandbegehen im Sand nicht möglich war. Die Problematik der Insolvenz der Port Olpenitz GmbH als Konzesionsinhaberin für die Beseitigung der Südmole wirft die Frage auf, wer letztlich für die Beschädigungen des Strandes zu Lasten der Natur und des Badetourismus verantwortlich und regulierungspflichtig bleibt. Die Herbst- und Winterstürme werden nicht auf sich warten lassen!
Wir werden das im Auge behalten.
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