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20.06.2011
Mit spitzer FederMit spitzer Feder … Der Kreis Schleswig-Flensburg (er)wirtschaftet Finanzierungsvorstellungen des Landrates für das Büchereiwesen Es ist erstaunlich: Da nagen die kreisangehörigen Gemeinden am Hungertuch, auf jeden Fall die Gemei
Mit spitzer Feder …
Der Kreis Schleswig-Flensburg (er)wirtschaftet
Finanzierungsvorstellungen des Landrates für das Büchereiwesen
- Es ist erstaunlich: Da nagen die kreisangehörigen Gemeinden am Hungertuch, auf jeden Fall die Gemeinden, denen die Erfüllung zentraler Aufgaben obliegt, und müssen jetzt auch noch aus dem Kreishaus in Schleswig erfahren, dass sie künftig mehr finanzielle Verantwortung für das Büchereiwesen übernehmen müssten. Damit das dann auch funktioniert und sich keiner davon macht, unterbreitete der Landrat mit fragwürdiger Unterstützung des SPD-Experten den überaus originellen Vorschlag, die Kreisumlage zu erhöhen. Das nennt er „einen Teilbetrag von 240.000 € erwirtschaften“. Der restliche ausfallende Betrag von 157.300 € sollte von den Gemeinden direkt aufgebracht werden. Die Gemeinden werden das vermutlich ganz anders und nicht so freundlich nennen. Erwirtschaften heißt doch, Erträge als Ergebnis eigener, erfolgreicher Leistungen erzielen. Aber das ist natürlich mit viel Arbeit und Einfallsreichtum verbunden. Da ist die Erhöhung der allgemeinen Zwangsumlage doch viel einfacher. Aber vielleicht kommt es ja gar nicht zu diesem Szenarium: Denn aus der CDU kam der kraftvolle und ebenso fragwürdige Hinweis, dass das Büchereiwesen „originäre“ Aufgabe der Gemeinden wäre, und der Kreispräsident unterstützte dies mit der kuriosen Anmerkung „man sollte ihnen (den Gemeinden) „deshalb möglichst große Spielräume lassen“. Damit meinte er wohl das Bezahlen! Und in diesem Moment hatte er 20.000 Protestbekundungen (Unterschriften und Postkarten) entgegen genommen! Vom SSW, den Grünen und der FDP war zu diesem Thema nichts zu lesen.
Im März sind wir schlauer, und bis dahin sind die vielen Protestschriften wahrscheinlich verblichen! Es sei denn, die Protestaktionen werden so kraftvoll und einfallsreich wie bisher fortgeführt.
Kategorie: General
Erstellt von: Marendt
Mit spitzer Feder …
Der Kreis Schleswig-Flensburg (er)wirtschaftet
Finanzierungsvorstellungen des Landrates für das Büchereiwesen
- Es ist erstaunlich: Da nagen die kreisangehörigen Gemeinden am Hungertuch, auf jeden Fall die Gemeinden, denen die Erfüllung zentraler Aufgaben obliegt, und müssen jetzt auch noch aus dem Kreishaus in Schleswig erfahren, dass sie künftig mehr finanzielle Verantwortung für das Büchereiwesen übernehmen müssten. Damit das dann auch funktioniert und sich keiner davon macht, unterbreitete der Landrat mit fragwürdiger Unterstützung des SPD-Experten den überaus originellen Vorschlag, die Kreisumlage zu erhöhen. Das nennt er „einen Teilbetrag von 240.000 € erwirtschaften“. Der restliche ausfallende Betrag von 157.300 € sollte von den Gemeinden direkt aufgebracht werden. Die Gemeinden werden das vermutlich ganz anders und nicht so freundlich nennen. Erwirtschaften heißt doch, Erträge als Ergebnis eigener, erfolgreicher Leistungen erzielen. Aber das ist natürlich mit viel Arbeit und Einfallsreichtum verbunden. Da ist die Erhöhung der allgemeinen Zwangsumlage doch viel einfacher. Aber vielleicht kommt es ja gar nicht zu diesem Szenarium: Denn aus der CDU kam der kraftvolle und ebenso fragwürdige Hinweis, dass das Büchereiwesen „originäre“ Aufgabe der Gemeinden wäre, und der Kreispräsident unterstützte dies mit der kuriosen Anmerkung „man sollte ihnen (den Gemeinden) „deshalb möglichst große Spielräume lassen“. Damit meinte er wohl das Bezahlen! Und in diesem Moment hatte er 20.000 Protestbekundungen (Unterschriften und Postkarten) entgegen genommen! Vom SSW, den Grünen und der FDP war zu diesem Thema nichts zu lesen.
Im März sind wir schlauer, und bis dahin sind die vielen Protestschriften wahrscheinlich verblichen! Es sei denn, die Protestaktionen werden so kraftvoll und einfallsreich wie bisher fortgeführt.