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Biogas

War (ist) es das - mit Biogas?
"Maisbauern hinterlassen fast verbrannte Erde"! Das sagt keine Geringerer als der Natursschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Klaus Dürkop."Knapp 400 Biogas-Bauern verdienen sich in Schleswig-Holstein eine goldene Nase - auf Kosten von Natur und Gesellschaft". Ein wahrlich vernichtendes Fazit des Beauftragten. Er klagt u.a. an:
- Zerstörung der Artenvielfalt
- Humusabbau
- Bodenverdichtung und Erosion
- ausgelaugte Böden
- übermäßige Herbizidbelastung
- Steigerung der Nitratbelastung des Trinkwassers
- Explosion der Bodenpreise für landwirtschaftliche Flächen
- Entmutigung nachfolgender Bauerngenerationen
Die Gegenkritik des Bauern (Lobby-)-verbandes fällt dürftig, und unbemüht, fast schon arrogant aus. "Energiewende" und "Grundlastversorgung" würden die finanzielle Förderung des Staates von Biogasanlagen rechtfertigen.Sicher, für die Bauern sind auch Biogasanlagen, ebenso wie Windmühlen und Solaranlagen attraktive Möglichkeiten der Geldbeschaffung und -vermehrung auf Kosten der Gesellschaft. Ein Mitnahmeeffekt für ein bestimmtes Klientel, der Wahlstimmen beschert.
Bemerkenswert ist die Ausage von K. Dürkop, er "müsse sich von Amts wegen in seiner Wortwahl rückhalten". Und trotzdem seine offene Meinungsäußerung! Ernüchternd ist auch der Kommentar zu diesem Bericht im "Schlei-Boten" von Margret Kiosz. Sie macht deutlich, dass der Landesnaturschutzbeauftragte nicht mehr als ein zahnloser Tiger sei. Schon der angesehene Roger Asmussen, ehemals auch Finanzminister, warf nach kurzer Amtszeit frustriert das Handtuch . "In der Rolle des zahnlosen Tigers wolle er sich nicht verheizen lassen". Seinem Nachfolger Dürkop erging es nicht anders. Gehör im Ministerium hat er kaum gefunden, Gehör in der Öffentlichkeit durfte er sich nicht beschaffen, weil das vom Ministerium "nicht gern gesehen wird".
Wo bleibt der Aufstand der "Grünen"? Wo bleibt der volkswirtschaftliche Sachverstand, wo der Protest der Ernergiekosten zahlenden Verbraucher?
Kappeln, 16. 10. 11